Silikon-Stückkosten reduzieren:
bis zu 60 % im LSR-Spritzguss

Silikon-Bauteile sind im Rapid Tooling oft deutlich teurer als in der Serienproduktion. Als Spezialist für Rapid Tooling setzen wir genau hier an und kombinieren präzise 3D-Messtechnik mit reproduzierbarer 5-Achs-Fräsbearbeitung. Dadurch lassen sich optimierte Mehrkavitätenkonzepte umsetzen und die Stückkosten um bis zu 50–60 % reduzieren. So werden auch kleine und mittlere Stückzahlen deutlich wirtschaftlicher.

Wie lassen sich Silikon-Stückkosten im Rapid Tooling reduzieren?

Durch die Erhöhung der Teile pro Spritzzyklus, insbesondere durch den Einsatz von Mehrkavitätenwerkzeugen in Kombination mit präziser 3D-Messtechnik.

Warum Silikon-Stückpreise in Serie und Rapid Tooling unterschiedlich sind:

Die Stückkosten von Silikon-Bauteilen im Spritzguss hängen stark vom Fertigungskontext ab. Während die Stückkosten in der Serienproduktion sehr niedrig sein können, liegen sie im Rapid Tooling oft deutlich höher. Genau hier entsteht in vielen Projekten die entscheidende Herausforderung.

Serienfertigung: niedrige Stückkosten durch hohe Ausbringung

In der klassischen Serienfertigung sind die Werkzeugkosten zwar hoch, dafür können pro Spritzzyklus viele Bauteile produziert werden. Die Prozesse sind auf hohe Stückzahlen ausgelegt, technisch ausgereift und über lange Laufzeiten optimiert. Dadurch verteilen sich Werkzeugkosten, Maschinenzeit und Personalaufwand auf eine grosse Anzahl von Teilen. Das führt zu sehr niedrigen Stückkosten.

Rapid Tooling: höhere Stückkosten in frühen Projektphasen

Rapid Tooling wird eingesetzt, wenn Bauteile schnell verfügbar sein müssen, insbesondere in frühen Projektphasen oder bei kleinen Stückzahlen. Die Werkzeugkosten sind deutlich geringer als in der Serienfertigung, erste Teile oft bereits nach 2 bis 6 Wochen verfügbar.

Aluminiumwerkzeuge ermöglichen schnelle Anpassungen und iterative Optimierungen. Übliche Stückzahlen liegen bei etwa 50 bis 2’500 Teilen, je nach Bauteil und Werkzeugauslegung sind auch mehrere zehntausend Teile möglich.

Ein Nachteil ergibt sich aus der geringeren Ausbringung: Die Kosten verteilen sich auf kleinere Stückzahlen, und pro Zyklus entstehen weniger Teile. Dadurch liegen die Stückpreise über denen der Serienproduktion.

Der entscheidende Hebel: Mehr Teile pro Spritzzyklus

Der wichtigste Hebel für niedrigere Stückkosten ist einfach: die Anzahl der Bauteile pro Spritzzyklus. Je mehr Teile gleichzeitig produziert werden, desto besser verteilen sich Maschinenzeit, Personalaufwand und Prozesskosten auf das einzelne Bauteil.

Genau hier setzen wir an. Durch den gezielten Einsatz von Mehrkavitätenwerkzeugen erhöhen wir die Teileanzahl pro Spritzzyklus deutlich und senken so die Stückkosten um bis zu 50-60 Prozent.

Möglich wird das durch unsere moderne 3D-Messtechnik. Sie erlaubt es, Bauteile und Werkzeugkavitäten präzise zu vermessen und als Referenz für weitere Kavitäten zu nutzen. Dadurch können Mehrkavitätenwerkzeuge auch im Rapid Tooling wirtschaftlich umgesetzt werden.

Neue Messtechnik macht Mehrkavitäten wirtschaftlich

Zuerst entwickeln und fertigen wir eine einzelne Kavität vollständig. Das Bauteil wird anschliessend mit unserer internen 3D-Messmaschine vermessen und dem Kunden zur Freigabe übergeben. Falls Anpassungen notwendig sind, erfolgen diese gezielt an dieser einen Kavität.

Sobald das Bauteil freigegeben ist, vermessen wir die Werkzeugkavität und gleichen sie mit dem CAD-Sollzustand ab. Diese Daten dienen als präzise Referenz für die weitere Werkzeugauslegung.

Von der Referenzkavität zum Mehrkavitätenwerkzeug

Auf Basis dieser Referenz wird die Kavität präzise vervielfältigt. So entsteht ein Mehrkavitätenwerkzeug mit identischen Geometrien, das mehrere Teile pro Spritzzyklus produziert. Die Qualität bleibt vollständig nachvollziehbar, da alle Kavitäten auf der freigegebenen Referenz basieren.

Entscheidend ist die reproduzierbare Übertragung dieser Geometrie auf alle weiteren Kavitäten.

Der Vorteil: Es wird nur eine Kavität entwickelt und abgestimmt, alle weiteren entstehen auf Basis der Referenz. Dadurch reduzieren sich Abstimmaufwand und Iterationen deutlich – der Weg zu stabilen Stückkosten wird wesentlich kürzer.

DIE VORTEILE

Mehr Teile pro Spritzzyklus bei gleicher Zykluszeit bedeutet:

Niedrigere Kosten pro Bauteil

Stabilere Prozesse

Gleichbleibende Qualität

In vielen Projekten lassen sich die Stückkosten so um bis zu 50–60 % reduzieren.

Das Ergebnis: deutlich niedrigere Stückpreise für LSR-Bauteile.

Lohnt sich ein Mehrkavitätenwerkzeug für Ihr Projekt?

Mehrkavitätenwerkzeuge sind in der Anschaffung aufwändiger als Einfachwerkzeuge. Der Materialeinsatz und die Fertigung sind höher, insbesondere in der Anfangsphase.

Dank präziser 5-Achs-Fräsbearbeitung lassen sich Werkzeugeinsätze jedoch reproduzierbar herstellen. Der Mehraufwand konzentriert sich dadurch auf den Werkzeugbau. In der Produktion entstehen mehr Teile pro Spritzzyklus, wodurch sich die Investition in vielen Fällen schnell amortisiert.

Die Mehrkosten hängen stark von der Bauteilgeometrie ab:

  • einfache Teile: ca. 15–20 % Mehrkosten
  • komplexe Werkzeuge: bis zu 60 % Mehrkosten

 

Ob sich ein Mehrkavitätenwerkzeug lohnt, hängt stark von Ihrem Bauteil und der geplanten Stückzahl ab. Nennen Sie uns einfach Ihre geplante Stückzahl und Bauteilanforderungen.

Wir zeigen Ihnen konkret, welches Einsparpotenzial in Ihrem Projekt möglich ist und ab wann sich ein Mehrkavitätenwerkzeug wirtschaftlich lohnt.

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